Eddie

Adonis EddieEddie wurde am 17. Oktober 2003 geboren und kam seinerzeit als Zweithund in unsere Familie.

Er ist ein Lämmchen, das ewige Baby und, wenns hektisch wird, mutiert er zum absoluten Unkoordinator. Und trotzdem ist er der Liebling aller Labbi-Schwiegermütter. Knuffig, gut gebaut, mit einer einmaligen Gesichtskomik. Er hat das Temperament einer Valiumtablette auf Extasy wenn er übermütig wird, ansonsten ist er der, der aus dem Mustopf kommt. Kann es aber überhaupt nicht leiden, wenn jemand anderes – außer ihm – Püppchen, Stöcke, Bälle oder sonstiges mit sich rumträgt oder damit spielt – diesen Zustand muss er umgehend ändern, da wird er zur Dampframme … weil er wahrscheinlich genetisch bedingt (Dank an Kira) zum Apportieren verdammt ist.

Aber … auf einmal ist alles anders … Eddie’s Bruder und Weggefährte verstarb ganz plötzlich und nun ist Kalle da und der schleppt mindestens genauso gerne wie Eddie … nun hat er einen Konkurrenten der selten aufgibt. Manches Mal müssen wir einfach mal eingreifen, weil wir Eddie den Spaß am „Schleppen“ nicht nehmen wollen.

Eddie’s Geheimwaffe ist seine Rute, damit fegt er nicht nur den ziemlich flachen Wohnzimmertisch leer, nein, er kann sogar, wenn er im Flur auf der Treppe steht damit die Lichtschalter betätigen. Was für ein vielseitige Wedelinstrument.

Eddie ist ein sehr mitteilungsbedürftiges Kerlchen. Macht eigentlich ständig irgendwelche Geräusche: Quietschen, Fiepen, lustvolles Gurren, was manches Mal in einer Eigenkomposition endet, je intensiver man ihn krault.

Schon als sehr junger Hund – im Alter von 2 Jahren – erlitt er den ersten großen Schicksalsschlag. Sein Kumpel und Mentor – unser erster Labrador – Murphy musste im Alter von knapp 3 Jahren von seiner schweren und unheilbaren Krebserkrankung erlöst werden. Das war für Eddie eine Katastrophe. Er war nie allein und ein Leben ohne Kumpel kannte er nicht, er war total verunsichert und verwirrt – egal wie wir uns auch anstrengten. Um ihm sein Leid etwas zu lindern und ihm wieder einen Sinn zu geben, holten wir im November 2005 Jack, seinen Bruder, der ihm in der schweren Stunde als Seelentröster beistehen sollte / durfte / konnte. Von Stund an ging es ihm besser, er und Jack waren im selben Alter und … wir durften Jack dann schließlich behalten. Das war ein Geschenk des Himmels … bis zum 1. November 2009. Da verstarb sein Jack in der Tierklinik und Eddie war wieder allein. Mittlerweile schon 6 Jahre alt.

Vielleicht hätte es ihm dieses Mal nicht so viel ausgemacht allein zu sein, schließlich hat er ja schon einige Jahre Erfahrung. Aber wir wollten ihn selber entscheiden lassen. So fuhren wir zu meiner Freundin Britta, die Labradore züchtet und wo auch schon Eddie und Jack herstammen. Es gab ein kurzes Auswahlverfahren und schnell war klar, dass er sich für einen bestimmten entschieden hat. Man merkte ihm richtig an, dass er es genoss. Er ließ sich schnell vom Charme des kleinen Mannes einlullen … und das war dann Kalle.

Erst als Kalle da war, bemerkten wir plötzlich, dass Eddie nicht mehr “der Kleine” ist – der er immer für uns war … neben Jack, obwohl Eddie größer war als Jack. Aber durch sein babyhaftes Verhalten und die Art war er es halt immer. Ein 40-kg-Baby. Und nun, neben Kalle, wirkt Eddie völlig geklärt und … oh Schreck … er ist auf einmal erwachsen geworden. Ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist, ich muss mich jedenfalls erst einmal an diesen Zustand gewöhnen … wobei ich mich trotzdem dabei ertappe, dass ich zu Eddie “Baby” sage. Dann ist er eben mein großes Baby … macht ja nüscht!

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Zu schade, um sie nicht mehr zu zeigen. Hier alle Fotos aus der gemeinsamen Zeit „Eddie & Jack“.

  • Tag der offenen Tür Hundeschule Schönwalde 6/2009 (Fotos)
  • Urlaub DK 9/2009 (Fotos)
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